Samstag, 9. Dezember 2017

Harz - Brocken

02.12.2017

Weg: Drei Annen hohne - Brocken

Länge: 11,3 km
Wanderzeit: 04:20 Stunden 
Höhenmeter: 628 Meter

Eigentlich haben wir uns immer von Brocken fergehalten. Zu überlaufen, die Wege mit zu vielen Menschen verstopft! Doch durch den Wunsch, ein Adventswochenende mit einem befreundeten Paar, einem Weihnachtsmarkt und einem freien Hotel zu verbringen, sind wir in Drei Annen Hohne gelandet. Ein weiterer Grund dieses Hotel zu buchen, war der auf der anderen Straßenseite gelegene Bahnhof  der Brockenbahn, mit seinem Dampfzugbetrieb.
Bei unserer Ankunft hatte es schon etwas Schnee gegeben und so sah der Plan für den nächsten Tag vor, mit der Bahn den Brocken hoch zu fahren und nach einem Aufenthalt evtl. wieder hinunter zu laufen. Wenn wir denn den Fahrplan richtig gelesen hätten!!
So waren wir eine Stunde zu früh am Bahnhof und es war zu kalt, um nur herum zu stehen.
Also liefen wir etwas planlos umher und entdeckten den Wegweiser zum Brocken über den Harzer Hexenstieg. 
Der Weg war mit 12 km ausgewiesen, Rucksack mit Wasser, Snacks und Trekkingstöcken war eh dabei, so entschlossen wir vier uns kurzer Hand hinauf zu laufen.
Und diese Entscheidung war die Beste des Tages!
Schon nach ein paar hundert Metern bergan, wurde die Schneedecke immer dichter und der erste Schneemann grüßte uns. Nicht lange und wir tauchten in den dichten verschneiten Nadelwald ein. 
Ein wahres Winter Wunderland umgab uns. Wunderbar!
Doch die letzten Kilometer mussten wir auf   der breiten Brockenzufahrtsstraße in einem Strom von Menschen dem Ziel entgegen laufen. Was uns allerdings nicht davon abhielt, uns mit Kaffee und Käsekuchen zu belohnen, bevor es mit der überfüllten Brockenbahn zurück zum Hotel ging.

 

 

Mittwoch, 13. September 2017

Jacobsweg - Altenberg - Köln

09.09.2017

Etappe: Altenberg - Köln

Länge: 17,1 Km
Wanderzeit: 03:20 Stunden
Höhenmeter: 80 Meter


Heute beginnt die letzte Etappe auf dem ca. 450 km langen Jacobsweg von Bremen nach Köln. Wie am Vortag hat es die ganze Nacht hindurch geregnet. Und das tut es immer noch! Wir starten also wieder ausgerüstet mit unseren Schirmen. Nach einer guten Stunde lässt der Regen endlich nach und es kommt sogar vereinzelt die Sonne heraus. Doch der Boden in den Wäldern ist natürlich total aufgeweicht, matschig oder überflutet. Die Dhünn, der wir einige Zeit folgen, sonst eher ein beschaulicher Fluss, ist zum reißenden Strom geworden und bis zur obersten Uferkante gefüllt. So unschön es ist durch die aufgeweichte Natur zu laufen, viel schlimmer sind die immer länger werdenden Passagen an viel befahrenen Straßen und in Ortschaften. Als wir dann mit Dünnwald den ersten Vorort von Köln erreichen und  3,5 Kilometer an der Hauptstraße entlang gelaufen sind, verlieren wir die Lust und entschließen uns die letzten sechs Kilometer mit S-Bahn zu fahren. An der Haltestelle Messe steigen wir aus und laufen den Rest bis zur Hohenzollern Brücke. Von hier haben wir einen schönen Blick auf den Dom und den Rhein. 
Wie Heike es kommentierte: " Sie haben Ihr Ziel erreicht!"










































Freitag, 8. September 2017

Jacobsweg - Lennep - Altenberg

08.09.2017


Etappe: Lennep - Altenberg

Länge: 26,3 km
Wanderzeit: 07:30
Höhenmeter: 365 Meter
 
Lennep ist nicht eine der attraktivsten Orte, die wir bisher kennengelernt haben und so machen wir uns auf flinken Socken davon. Müssen uns allerdings erst noch durch das Labyrinth einer Großbaustelle wühlen, bevor wir den nervenden Verkehrslärm hinter uns lassen. Kurz vor der Eschbachtalsperre gesellt sich ein älterer Herr, ein Nordic Walker, zu uns. Er erzählt uns, dass er im Frühjahr eine Woche lang mit seinem Sohn in Portugal den Jacobsweg gelaufen ist. Wir unterhalten uns noch eine Weile und nach Überquerung der Staumauer trennen sich unsere Wege. Heike fegt heute wie ein junges Reh durch die bergischen Wälder, sodass wir mittags schon annähernd die halbe Strecke hinter uns gebracht haben. Doch dann setzt leichter Regen ein, der uns im dichten Wald noch nichts anhaben kann. Aus leicht wird schon bald strömend und so packen wir wieder unsere Geheimwaffe, den Wanderregenschirm, aus.
Die nächsten dreieinhalb Stunden ist es ohne Unterlass am gießen, aber wir sind, von den besudelten nassen Schuhen und Hosenbeinen abgesehen, trocken. Die Anschaffung der Schirme hat sich bereits nach dem zweiten Einsatz bezahlt gemacht!
Was für dieses Scheißwetter sehr bemerkenswert ist, wir treffen im Regen mehr Leute im Wald, als an den letzten drei Tagen zusammen.
Unter anderem auch einen Herrn mit Regenschirm.
Der hatte, kurz bevor er uns getroffen hat, beschlossen einen selbsttragenden Wanderschirm zu erfinden. Schade das da schon Jemand schneller war.


































Donnerstag, 7. September 2017

Jacobsweg - Gevelsberg - Lennep

07.09.2017



Etappe: Gevelsberg - Lennep

Länge: 24,8 km
Wanderzeit: 06:51
Höhenmeter: 702

Als erstes ein Nachtrag zu gestern. Wer meint das Nacktschnecken für den Menschen ungefährlich sind der irrt gewaltig. Als wir eine ziemlich steile Treppe an einem Hang hinunter gingen, hat sich so ein Biest unter etwas Bewuchs versteckt. Ich trete drauf, rutsche weg und kann mich noch so eben fangen.
Heute haben wir auswärts gefrühstückt, weil wir uns das Frühstück in dem ohnehin schon überteuerten Hotel nicht leisten wollten.
So ging die Tour um kurz vor acht los und schon bald mussten wir die ersten 186 Höhenmeter noch in Gevelsberg hinter uns bringen. Gefühlt sollte sich das den ganzen Tag auch nicht ändern und so kamen dann 776 Höhenmeter zusammen.
Inzwischen laufen uns sogar schon die Frauen hinter her, um uns zu befragen, ob wir denn auf dem Pilgerweg                                         unterwegs seihen.
In einer Fußgängerzone wurde ich von einem Mann angequatscht, der angeblich selber schon bis nach Santiago gelaufen ist. was er mir dann noch erzählte war, das früher die Pilger anschließend weiter mit Schiffen gefahren sind um Amerika zu entdecken. Da muss ich in der Schule wohl krank gewesen sein!
Der Weg führte fast ausschließlich durch Wälder und Wiesen, wir sind immer wieder beeindruckt, was das Bergische Land für eine attraktive Wanderlandschaft ist.



Mittwoch, 6. September 2017

Jacobsweg - Herdecke - Gevelsberg

06.09.2017


Etappe: Herdecke - Gevelsberg
Länge: 19,8 km
Wanderzeit: 06:56 Stunden
Höhenmeter: 605 Meter

Der erste Blick aus dem Fenster zieht gleich die Mundwinkel nach unten, es regnet.
Hat allerdings den Vorteil das wir unsere neueste Errungenschaft, die Wanderregenschirme, testen können. Sie werden am Tragesystem des Rucksacks befestigt und man hat dann die Hände frei. Na, schauen wir mal.
Der erste Kilometer ist doch noch trocken über die Bühne gegangen, aber dann kommt der große Moment, Aktion Regenschirm!
Und es funktioniert tatsächlich!
Die Hände sind frei, der Schirm ist ziemlich stabil fixiert und das beste, man steht nicht im eigenen Saft unter den Regenklamotten.
Der Regen ist trotzdem immer noch doof und dazu kommt noch, dass der Streckenabschnitt der bislang am schlechtesten markierte ist, den wir je erlebt haben. Ohne GPX Track wären wir total aufgeschmissen.
Der Regen geht irgendwann und dafür kommt eine akkurate Wegbeschilderung zurück.
Der Weg ist ansonsten super. Viel Wald und Feld, aber auch viel rauf und runter.Und nicht eine Menschenseele, die uns hier begegnet.
Nur in der Gevelsberger Innenstadt werden wir von drei älteren Damen angesprochen und zugleich mit Tipps für eine Unterkunft versorgt.





Dienstag, 5. September 2017

Jacobsweg - Dortmund - Herdecke

05.09.2017



Etappe: Dortmund - Herdecke
Länge: 24,1 km
Wanderzeit: 07:52 Stunden
Höhenmeter: 392 Meter

Um 07:37 Uhr hat uns der IC am Hauptbahnhof Dortmund ausgespuckt und wir starten zu den letzten fünf Etappen auf dem Jacobsweg Bremen - Köln.
Wir laufen mitten durch die City, an der Westfalen Halle und dem BvB Stadion vorbei. 
Nachdem der ein oder andere Park durchquert ist, sind wir auch schon in den Randgebieten der Stadt, die auf dieser Seite gar nicht so hässlich ist wie bei unserer Ankunft der letzten Etappe Ende Mai.
Das Highlight ist Hohensyburg mit seiner Burgruine, dem Kaiser Wilhelm Denkmal, der wunderschönen Aussicht auf die Ruhr und das umliegende Bergland. Nach dem Denkmal steigen wir etwa 150 Meter ab und laufen von da an immer entlang der Ruhr bis nach Herdecke, dem Ziel des heutigen Tages.





















Dienstag, 18. Juli 2017

Nationalpark Hohe Tauern - Durchs Käfertal zur Trauneralm



05.07.2017





Nationalpark Hohe Tauern




Weg: Durchs Käfertal zur Trauneralm

Länge:  11,8 km

Wanderzeit: 05:18 Stunden

Höhenmeter: 414 Meter




Der Plan für heute war eigentlich den „Wasserfallweg“ zu wandern. Wie der Name schon sagt, führt der Weg nicht nur zu einem Wasserfall hin, sondern auch hinter dem Fall her. Am Startpunkt angekommen, machte allerdings ein großes Schild darauf aufmerksam das der Weg wegen Steinschlaggefahr gesperrt sei. Sch…e!!

Also schnell umgeschaut und kurzerhand entschlossen durchs Käfertal zur Trauneralm zu laufen. Und wir sollten es nicht bereuen.

Wir wandern auf einer breiten Schotterpiste die links und rechts durch baumlose Weiden gesäumt ist. Dazu begleitet uns die Fuscher Ache auf dem Weg. Der Ausblick rechts und links die Berge hinauf ist atemberaubend. Linker Hand sieht man immer wieder wie sich die Großglockner Hochlapenstraße über Brücken und Arkaden empor windet. Rechter Hand sind die Hänge von Wasserfällen aller Größen überzogen. Gletscherüberhänge scheinen zum Greifen nah! Und sogar Murmeltiere lassen sich in sicherer Entfernung Blicken. Rast machen wir unter einer großen Kastanie, die auch einen Gedenkstein beschattet, der zwei Opfern eines Lawinenunglücks gedenkt. Heinz von Opel aus Rüsselsheim und seinem Führer, die hier 1922 ums Leben kamen. Nach dem Aufstieg zur Alm genießen wir das Panorama bei einem großen Almdudler. Nachdem wir uns satt gesehen haben, geht es auf dem gleichen Weg zurück. So haben wir heute nicht einen Wasserfall, sondern etliche gesehen.