Donnerstag, 26. April 2018

Eggeweg - Etappe 3



14.04.2018

Etappe: Kleinenberg - Marsberg

Länge: 26,7 km
Wanderzeit: 07:58 Stunden
Höhenmeter: ↥ 509 Meter ↧ 593 Meter


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Mit trockenen Schuhen an den Füßen und einem guten Frühstück im Bauch geht es auf die letzte Etappe Richtung Marsberg.
Vom Regen des gestrigen Tages ist nichts mehr zu sehen und man kann spüren das heute die Sonne noch durch die Wolken brechen wird.
Über asphaltierte Feldwege geht es Richtung Wald , wo wir bald auf den Eggeweg treffen. Ein paar Rehe streifen zwischen entwurzelten Baumstümpfen hindurch, die hier vor uns auf einer Fußballfeld großen Fläche liegen. Diese zerstörten Waldflächen sind einfach unfassbar.
Nach einigen Kilometern über Forstwege, biegen wir auf einen Pfad ab, der bald einen steilen Hang hinunter führt. Durch den gestrigen Regen ist hier alles aufgeweicht und öfter als uns lieb ist wird das herunterlaufen zu einer Rutschpartie. Ohne unsere Trekkingstöcke hätten wir schnell auf unserem Hintern gesessen. 
Mitten im Wald queren wir die Wüstung Blankenrode. Von der mittelalterlichen Stadt ist heute nur noch der Brunnen erhalten, um den sich eine tragische Geschichte rankt. Bald darauf durchwandern wir das heutige Dorf Blankenrode und passieren anschließend einen riesigen Canyon. Seit dem 15. Jahrhundert wurde hier Blei im Tagebau gewonnen.
Nach dem überqueren der A44 führt der Weg oft am Waldrand entlang, sodass wir einen guten Blick über das bergige Sauerland haben. In diesiger Ferne ist auch schon der Turm der Stiftskirche auf dem Obermarsberg zu sehen. Wir lassen den Ort Essentho, der so fremdländisch klingt, hinter uns und schaffen gerade noch rechtzeitig den 17:00 Uhr Zug in Marsberg. 







 

Eggeweg - Etappe 2

13.04.2018

Etappe: Bad Driburg -  Kleinenbergen

Länge: 27,7 km
Wanderzeit: 08:38 Stunden
Höhenmeter: ↥ 561 Meter ↧ 456 Meter


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In der Nacht wurde ich durch ein heftiges Gewitter geweckt, doch als am Morgen von Regen keine Spur mehr war, war der Vorfall auch schon vergessen. Doch sollte sich dieses Gewitter auf  den Verlauf der zweiten Etappe noch immens auswirken!
Nach einem guten Frühstück starten wir an unserre Pension in Bad Driburg und statten der Ruine der Iburg einen Besuch ab, bevor wir wieder auf dem Eggeweg gelangen. Hier soll die Irminsul gestanden haben, eine steinerne Säule und Heiligtum der Sachsen , welche durch Karl dem Großen im achten Jahrhundert zerstört wurde. 
Der Himmel ist immer noch mit dicken Wolken verhangen und es fallen immer wieder Tropfen auf uns herunter. Bis zum Mittag geht es über die Waldautobahn, breite Forstwege, zügig voran. Bei einer eingelegten Pause überholt uns nun endgültig ein anderes Wandererpaar, dem wir am Vormittag schon öfter begegnet sind.
Der Weg führt nun ein ganzen Stück entlang einer Landstraße, doch für uns Wanderer wurde eigens ein Pfad etwas abseits der Straße angelegt. Eine sehr vorbildliche Maßnahme!
Leider beginnt es nun richtig zu regenen und wir beschließen unsere Schirme aufzuspannen. Nach überqueren der Landstraße biegen wir in einen Wirtschaftweg ein und stellen schon bald fest, dass der Weg in einem sehr schlechtes Zustand ist. Zerfahren durch das schwere Arbeitsgerät mit dem die Unmengen der umgestürtzten Bäume nach Frederieke beseitig werden. Noch dazu gefüllt mit dem vielen Regenwasser der letzten Nacht. Doch damit nicht genug! Immer öfter versperren umgestürzte Bäume den Weg. Oft ist ein weiterkommen nur noch durch weiträumiges Umgehen möglich. Es ist einfach unglaublich wieviele Bäume der Sturm gefällt hat! So gegen 15:00 Uhr erreichen wir eine Stelle an der Bäume liegen soweit das Auge reicht, hier ist kein Weiterkommen! Wir beschließen nach Willebadessen auszuweichen und von dort mit dem Bus oder Taxi nach Kleinenbergen zu fahren. Als wir nach ein paar Kilometern auf die Landstraße nach Kleinenbergen treffen, planen wir um und folgen der Straße. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich, es gibt keinen Seitenstreifen und die Sicht ist durch unsere Schirme eingeschränkt. Bei jedem Auto bleiben wir stehen, gehen zur Seite und laufen dann weiter. Aber schon bald findet meine Navigatorin einen Weg im Wald der nahezu parallel zur Straße verläuft. Aber auch hier versperren immer wieder Bäume den Weg. Doch irgendwann gibt uns der Wald frei und wir können über Feldwege unserem Ziel entgegen laufen. Als wir im Gasthaus ankommen, sind Schuhe und Hosen bis zum Knie schlammverschmiert und nass. Matt, unser sehr freundlicher kanadische Gastwirt, bietet uns sofort an die Schuhe zum trocknen in den Heizungskeller zu stellen und umsorgt uns wirklich fürsorglich. Im Gespräch mit seiner Frau stellt sich heraus, das viele der Bäume erst im Gewittersturm der letzten Nacht gefallen sind.




       

  

  


                

Eggeweg - Etappe 1

12.04.2018

Etappe: Externsteine - Bad Driburg

Länge: 25,5 km
Wanderzeit: 08.31 Stunden
Höhenmeter: ↥ 574 Meter ↧ 583 Meter


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Nach einer chaotischen Zugfahrt, eine Stunde Verspätung wegen eines defekten Zuges, haben wir bei einer lieben Freundin in Berlebeck übernachtet.
Netterweise hat uns Dagmar am Morgen mit ihrem Auto zum Startpunkt, den Externsteinen, gebracht. Leider ist es sehr bedeckt und diesig, sodass sich ein erklimmen der Felsen nicht lohnt.
Also machen wir uns auf den Weg nach Bad Driburg und folgen dem weißen X auf  schwarzen Grund. Später wird sich noch das E und die 1 dazu gesellen. Der E1 führt von der Nordsee bis zu Gotthart und ist hier Teil des Eggewegs. 
Wir laufen stetig, durch meist dichten Nadelwald, bergauf und bergab. Die Wunden die Frederieke geschlagen hat sind noch sehr offensichtlich und wir müssen das ein ums andere Mal über querliegende Baumstämme klettern. Eine zeitlang begleitet uns der Silberbach und außer seinem Gurgeln und dem Zwitschern der Vögel gibt es keine Geräusche mehr. Den ganzen Tag lang begegnen uns nur sechs Menschen und vier davon auf Velmerstot, wo wir eine Rast eingelegt haben.
Aber auch hier ist noch immer nichts mit Aussicht erst zum Nachmittag hin kann sich die Sonne durch den Hochnebel kämpfen und wir genießen die letzten Kilometer der ersten Etappe im Sonnenschein.

Los geht's
 


   

   

   

                              

Donnerstag, 19. April 2018

Thülsfelder Talsperre

07.04.2018

Etappe: Rund um die Thülsfelder Talsperre

Länge: 18,9 km
Wanderzeit: 05:20 Stunden
Höhenmeter: ↥ 68 Meter ↧ 62 Meter


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Kurz nachdem verlassen des Parkplatzes am Strandcafé haben wir auch schon die Deichpromenade "erklommen". Wir folgen dem gepflasterten Weg in nördlicher Richtung, linker Hand ständig den Blick auf die Talsperre gerichtet.
Wir passieren einige Hotels und das kleine Wasserkraftwerk, das aus der Talsperre gespeist wird.
Der Weg auf dem Deich geht in eine Schotterpiste über, führt für einige hundert Meter durch einen Nadelwald, um uns dann durch Felder und Wiesen zu führen.
An einer der vielen Tisch/Bank Kombinationen machen wir Rast und genießen die Aussicht auf die vor uns liegende Geestlandschaft. Kurz nach unserer Rast verlassen wir die Schotterpiste und biegen auf einen Sandweg mitten durch die Geest ein. Im Herbst, wenn die Heide blüht, muss es hier traumhaft sein! Wir laufen an einem großen Schafstall vorbei, der umringt ist von zahlreichen Picknickstellen, überqueren einen Ausläufer des Stausees auf einer langen Holzbrücke, um dann immer entlang des Waldrandes den Dwergter Sand zu umrunden. Danach treffen wir wieder auf das Südende des Staus und folgen nun auf naturbelassenen Wegen dem Ufer des Sees. Am Ende unserer Wanderung verstauen wir die Rucksäcke im Kofferraum des Autos und lassen es uns bei einem großen Stück hausgemachten Apfelkuchen im Strandcafé gut gehen.