Dienstag, 17. Januar 2017

Garmisch-Partenkirchen Über Hammersbacher Fußweg um den Eibsee



07.10.2016

  

Garmisch-Partenkirchen


Über Hammersbacher Fußweg um den Eibsee
Länge:  13,8 Km
Wanderzeit: 05:07 Stunden
Höhenmeter: 507 Meter

Heute ist schon wieder unser letzter Tag in Garmisch-Partenkirchen. Das Wetter ist immer noch bescheiden, wenn auch heute die geschlossene Wolkendecke nicht mehr ganz so grau ist und es auch wirklich trocken zu bleiben scheint. Den Plan auf die Zugspitze zu fahren haben wir nun endgültig begraben,  wollen dem Berg aber wenigstens einmal richtig nahe kommen. Wir fahren mit dem Bus bis zur Haltestelle Hammersbacher Fußweg und wandern von dort, über einen asphaltierten Weg, bis nach Hammersbach, um dort in den Höhenweg Eibsee-Höllental einzusteigen. Über einige steile Anstiege durchqueren wir ein dichtes Waldgebiet, bis wir schließlich die ersten Pfeiler der Eibsee Seilbahn erblicken. Allerdings scheinen die Gondeln heute weniger zur Zugspitze herauf zu fahren, als eher im nirgendwo der Wolkenwaschküche zu verschwinden. Wir passieren die Baustelle der Talstation für die neue Eibsee Seilbahn und erfahren auf einem großen Schild, dass diese mit nur einem einzigen Pfeiler auskommen wird und die Gondeln bis zu 120 Personen fassen werden. Für uns fast unvorstellbar. Kurz darauf erreichen wir den Eibsee und sind fasziniert von seiner Größe und der Klarheit seines Wassers. Wir beschließen hier erst einmal zu rasten und anschließend den See zu umrunden. Wir genießen den Ausblick auf die niedrigeren Gipfel, die nicht in den Wolken verschwinden und sind ganz hin und weg von den vielen kleinen Inseln die sich im nordwestlichen Teil des Sees befinden. Das hat schon skandinavisches Flair. Nachdem wir wieder an unserem Ausgangspunkt am See angekommen sind, fahren wir mit dem nächsten Bus zurück nach Garmisch. Im großen Ganzen wieder ein sehr schöner Tag in der Natur. Nur die Zugspitze haben wir leider wieder nicht gesehen!

  





 



 



 









 

  

 
 




















Donnerstag, 5. Januar 2017

Garmisch-Partenkirchen - Auf den Wank



05.10.2016

Garmisch-Partenkirchen

Auf den Wank
Länge:   10,7 Km
Wanderzeit: 05:00 Stunden
Höhenmeter: 1167 Meter

Obwohl es heute eigentlich nur locker bewölkt sein sollte, ist wieder nur eine graue Masse am Himmel zu sehen. Unser Hotelchef ist sehr zuversichtlich und fest davon überzeugt, dass es am Mittag aufklaren und der Nachmittag sehr schön werden wird. Der muss es ja wissen, schließlich ist er „Eingeborener“ und lebt hier!
So verwerfen wir unseren Plan  mit der Seilbahn auf den Wank zu fahren und wieder runter zu laufen. Wir werden nun hochlaufen, ist auch besser für die Knie, eine wunderbare Aussicht haben, weil es ja aufklart, und mit der Bahn wieder runterfahren. Das aber ein Plan nur solange funktioniert, bis man beginnt ihn umzusetzen, sollte sich auch hier wieder bewahrheiten. Also fahren wir mit dem Bus zur Talstation der Wank-Bahn und tauchen schon bald unterhalb des ersten Stützpfeilers auf einem schmalen Pfad bergan in den Wald ein. Nach ein paar hundert Metern treffen wir auf die asphaltierte Zufahrtstraße von St. Anton, einer Wallfahrtskirche. Wir folgen der Straße bis kurz vor der Kirche und zweigen dann endgültig auf unseren Track in den Wald ab. Hier ist es schon viel besser, immer wieder taucht schroffer Fels zwischen den Bäumen auf, Bäche und Brücken, sogar Hängebrücken kreuzen unseren Weg. Nachdem wir einige lautstarke Wandergruppen hinter uns gelassen haben, sind wir und der Wald endlich allein. Doch das soll nicht lange so bleiben, unser Weg ist inzwischen zu einem geschotterten Forstweg geworden und von hinten hören wir einen Traktor, der sich den Berg herauf quält. Als dieser uns überholt, hat der Fahrer nur einen leeren Blick für uns übrig und ein komisches  Bauchgefühl macht sich bei mir bemerkbar. Es geht in Serpentinen weiter bergauf und nach einiger Zeit ist das Motorengeräusch nicht mehr zu hören. Ich erschrecke ziemlich, als nach der nächsten Kurve der Traktor am Wegrand geparkt erscheint, sein Fahrer an ihn gelehnt den Berg hinauf schaut und uns mit zu offensichtlichem Desinteresse begegnet. Mich überkommt ein ungutes Gefühl, vielleicht ist es nichts, oder man ist durch Film und Fernsehen schon so voreingenommen, das einem Titel wie „Die Toten vom Wank“ in den Sinn kommen. Ich versuche nun Heike zu animieren etwas schneller zu gehen, um so die Distanz zwischen ihm und uns zu vergrößern. Ich sage meiner Frau natürlich nichts von  meinen Gedanken. Ich will sie nicht beunruhigen, aber ja auch nicht wie der letzte Idiot erscheinen. Der Weg führt in einer langen Kehre erst bergab, dann wieder bergauf und wir können bald auf seinen Standort herunter schauen. Dann setzt der Traktor sich wieder in Bewegung! Glücklicherweise ist es nicht weit bis unser Track den Forstweg verlässt, nur noch ein schmalerer Pfad den Berg hinauf führt und dort sogar wieder Menschen zu sehen sind. Mein Bauch beruhigt sich. Es geht weiter hinauf. Wolken und Nebel denken gar nicht daran sich zu verziehen. Und dann, auf einmal, das kehlige Röhren eines Hirsches. So etwas haben wir in  live noch nie gehört! Wir rechnen damit, dass das Tier hinter der nächsten, aber bestimmt hinter der übernächsten Wegbiegung vor uns steht. Soviel Glück haben wir dann doch nicht. Dafür stehen wir schon bald mitten im verwunschenen Märchenwald. Die Wolken ziehen quasi mitten durch den Wald, es beginnt etwas zu regnen. Verbunden mit der absoluten Stille die nun herrscht, überkommt einen ein Gefühl der totalen Entspannung! Der Wald lichtet sich ein wenig, schroffer Fels taucht wieder auf und sogar die Wolken machen etwas Platz, damit wir einen Augenblick  lang die umliegenden Gipfel betrachten können. Selbst einen Blick auf den Geroldsee können wir erhaschen. Als wir die 1400 Meter Marke überschreiten wird es merklich kühler und ein Blick auf das GPS verrät uns, dass es gerade noch 3° Celsius sind. Nach kurzer Zeit ist ein rieselndes Geräusch über uns in den Baumkronen zu hören und auf einem freieren Stück Weg stellen wir fest, dass wir in einen Schneegraupelschauer geraten sind. Der Boden und der Fels werden zunehmend rutschiger und erneut steigt Beunruhigung in mir auf. Hätten wir eine dickere Unterziehjacke in den Rucksack packen sollen? Hätten wir vor einer Stunde, als es etwas geregnet hat abrechen sollen? Jetzt ist abrechen allerdings keine Option mehr! Runter ist es viel zu steil und glitschig, außerdem viel zu weit. Somit bleibt nur, konzentriert auf seine Schritte zu achten und zu hoffen, dass der Graupel nicht anhält oder schlimmer wird. Doch wir haben Glück und nach einer guten Stunde kommen wir auf dem Plateau an, sogar die Wolken sind kurz gnädig und lassen die Sonne einen Augenblick scheinen. Auf breiten Spazierwegen geht es nun zur Station der Wank-Bahn. Bevor wir  wieder herunter fahren,  werden wir uns hier erst einmal aufwärmen und eine anständige Jause machen!!.

 









 


 









 




 



 








 
 







 




 




 









 

Garmisch-Partenkirchen Kramer - Plateauweg



04.10.2016

Garmisch-Partenkirchen


Kramer - Plateauweg
Länge:  10,5 Km
Wanderzeit: 03:15 Stunden
Höhenmeter: 267 Meter

Trotz des wieder wolkenverhangenen Wetters, verlassen wir unser Hotel, durchqueren die angrenzende Wohnsiedlung und steigen auf einem gut ausgebauten Wanderweg zur Kriegergedächniskapelle auf. Hier wird den Männern der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen gedacht, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind. Weiter geht es durch die uns mittlerweile vertrauten Schafweiden zum Pflegersee. Der See ist in der Realität gar nicht so groß wie er auf Bildern im Internet oder auch in diversen Broschüren erscheint. Doch mit den Bergen im Hintergrund, wenn sie denn durch die Wolken freigegeben werden, ist er ein schöner Anblick. Wir passieren einen gurgelnden Bachlauf und erreichen bald die Burgruine Werdenfels. Hier stehen noch etliche zusammenhängende Mauern, so dass man sich ein recht gutes Bild von der ehemaligen Größe der Anlage machen kann. Und dieses Bild passt so gar nicht zu den Ritterfilmen, die ich in meiner Kindheit so geliebt habe. Auf unserem Rückweg passieren wir noch den kleinen Schmölzersee und kurz danach treffen wir wieder auf den Wanderweg der uns heute Morgen auf den Kramer gebracht hat. Alles in allem war es keine anstrengende Wanderung, aber wir waren in der Natur, haben uns bewegt und sind zum Glück nicht nass geworden.