Freitag, 28. Oktober 2016

Jacobsweg Ladbergen - Münster



18.09.2016

Etappe: Ladbergen - Münster
Länge: 20,5  Km
Wanderzeit: 04:33  Stunden

Heute geht es schon früh los! Zum einen, weil der Track für heute 33 Kilometer ausweist und zum anderen, weil wir erst zu unserem Frühstück hinlaufen müssen. Wir haben in einem Gästehaus des Hotels geschlafen, was sich bei einem Gespräch beim Frühstück, als sehr gut herausstellt, denn im Hotel selber wurde eine rauschende Hochzeit gefeiert die wohl unbeteiligte nicht wirklich schlafen lies. Also klingelte der Wecker um 06:00 Uhr und vor dem ersten Brötchen hatten wir den ersten Kilometer abgerissen. Dann ging es auf asphaltiertem Feldweg weiter bis wir auf den Dortmund – Ems Kanal trafen, den wir von nun an auf seiner Deichkrone folgten. Ein langer Traum von Heike wurde somit erfüllt, endlich einmal an einem Kanal entlang laufen zu können. Allerdings schlugen auch Heikes Fußprobleme, die wir gestern bereits behoben glaubten, heute wieder richtig zu und jeder Schritt wurde zur Qual. Eine weitere Bewährungsprobe sollte dann auch noch auf sie warten. Eine etwa 50 Meter lange und in ca. 10 Metern Höhe verlaufende Bohlenbrücke, die den Zufluss der Ems überspannt. Die einzelnen Bohlen sahen nicht mehr alle so vertrauenerweckend aus und das ständige ächzen und knarren trug auch nicht zur ihrer Beruhigung bei. Aber auch dieses Hindernis haben wir gemeistert. Da sich der Jacobsweg in Schlangenlinien von der rechten auf die linke Seite des Kanals und wieder zurück windet, beschlossen wir einfach weiter am Kanal entlang zu laufen und so einiges abzukürzen. Dieses bringt uns nachher in der Summe neun Kilometer. Ohne diese Maßnahme hätten wir es nicht bis nach Münster geschafft. Im Ort selber nutzen wir dann auch noch den Bus um die letzten vier Kilometer bis zum Bahnhof zurück zu legen. Und wieder einmal kann ich nur Respekt vor meiner Frau zeigen, die sich mit ihren Schmerzen so durch den Tag gebissen hat. 

 










 

 











Jacobsweg Leeden - Ladbergen



17.09.2016


Etappe: Leeden - Ladbergen
Länge:  20,2 Km
Wanderzeit: 04:38 Stunden

Was wir gestern so vermisst hatten, die stillen Waldpfade, sollten wir heute von Beginn an bekommen. Nach kurzer Zeit haben wir Leeden verlassen und ein steiler Anstieg führt uns direkt in den Wald. Bald darauf folgt ein schmaler Pfad durch mannshohen Farn, unbeschreiblich! Wir folgen unserem Weg aus dem Wald heraus und müssen nun, wie es heute noch öfter vorkommen wird, auf einer schmalen Landstraße weiter. Bei der Begegnung zweier Fahrzeuge oder vor Rechtskurven fühlen wir uns überhaupt  nicht wohl. Heikes Problem mit ihrem Zeh ist heute noch viel schlimmer als gestern und so beschließen wir in Lengerich einen Drogeriemarkt aufzusuchen. Hier kaufen wir erst einmal alles was in irgend einer Weise hilfreich sein kann. Da heute Heikes Blase drückt sehen wir uns genötigt in einem Eiskaffee unser zweites Frühstück einzunehmen und die „OP“ des Zehs vorzubereiten. Durchführen werden wir diese dann auf der Bank unter einer Baumgruppe gegenüber. Der Schaumgummiring und die im vorderen Bereich weiter geschnürten Schuhe helfen dann tatsächlich meiner süßen den Tag durchzuhalten. Wir verlassen Lengerich schon bald und tauchen wieder in Wiesen und kleine Wäldern ein. Schön ist es immer wieder hier den freundlichen Menschen zu begegnen, eine ältere Dame winkt uns aus ihrem Wohnzimmerfenster im Vorbeigehen zu, herrlich. Wie es uns schon so oft passiert ist, treffen wir auf Rastmöglichkeiten wenn wir noch keine brauchen und wenn wir eine brauchen finden wir keine. Um die Mittagszeit musste dann die Mauer vor einer Bauerei herhalten, die Heike allerdings nur schwer erklimmen konnte. Kurz vor Ladbergen sehen wir, von einer Straßenüberführung aus, eine Alpakazucht. So viele Alpakas haben wir noch nicht einmal im Zoo gesehen. In Ladbergen folgen wir einem kleinen Bach bis direkt zur „Alten Wassermühle“, unserem Hotel.

 











 






 







Jacobsweg Osnabrück - Leeden



16.09.2016


Etappe: Osnabrück - Leeden
Länge: 22 Km
Wanderzeit: 04:57 Stunden

Wir starten am Osnabrücker Bahnhof, wo wir im letzten Jahr unsere erste mehrtägige Tour beendet haben. Wir streifen kurz die Innenstadt, passieren das alte Schloss und kommen dann in reine Wohngebiete. Die freundliche Küsterin der Katherinenkirche öffnet extra für uns die Toilette, weil meine Blase inzwischen so sehr drückt, das das laufen schon keine Freude mehr ist. Nun geht es leichten Schrittes weiter, wir verlassen das dicht bebaute Osnabrücker Randgebiet, aber so richtig unbewohnt wird die Gegend heute nicht mehr werden. Der Weg schlängelt sich zwar recht schön durch Wiesen und vorbei an Wäldern, aber irgendwo ist immer ein Haus oder ein Bauernhof zu sehen. Heike hat heute Probleme mit ihren linken großen Zeh und nach der Frühstückspause muss ein Pflaster her. Mittags rasten wir auf einem nett angelegten Platz, direkt neben einer alten Wassermühle. Nach einiger Zeit öffnet sich die Haustür eines nahe gelegenen Hauses und eine ältere Dame bietet uns etwas zu trinken an. Überhaupt haben wir heute schon einige nette Leute getroffen. Wir streifen noch das ein oder andere Waldstück, ohne einmal richtig im Wald gewesen zu sein und dann ist auch schon das Ortseingangsschild von Leeden in Sicht. Noch ein knapper Kilometer und wir haben unser Hotel erreicht. Hier startet wieder die alte Routine: Ausruhen, duschen, Wäsche waschen und dann ein Restaurant suchen. Allerdings ist Heike etwas sauer auf mich, weil ich nicht beim Bäcker auf dem Weg anhalten wollte und nun, nach der Routine, es zu spät zum Kaffee trinken ist.




















 









Donnerstag, 27. Oktober 2016

Mühlenwanderweg Schwarzwald



28.07.2016

Mühlenwanderweg Schwarzwald

Ort: Hornberg
Länge: 13,5 Km
Wanderzeit: 03:20 Stunden

Der Mühlenwanderweg  versprach uns einige alte Wassermühlen entlang  des Bachlaufes zu Gesicht zu bekommen, dieses war aber bis auf zwei Ausnahmen leider nicht der Fall. Genauso negativ ist die zum Teil sehr schlechte Ausschilderung zu erwähnen, die den Start sogleich erschwerte. Auch der von der Homepage der Stadt Hornberg heruntergeladene GPS Track war oft keine Hilfe, da dieser oft mit der Beschilderung nicht    übereinstimmte. ABER der Weg selber ist sehr sehr abwechslungsreich! Mehr als die Hälfte schlängelt er sich durch Wiesen am Bachlauf entlang, über Weiden, mehrfach mussten wir Weidezäune durchqueren oder später durch dichten     Wald und      felsige   Serpentinen herunter. An seinem höchsten Punkt wurden wir durch eine wunderschöne Almlandschaft und einem herrlichen Blick über den Schwarzwald belohnt. Wieder ein schöner Tag im Schwarzwald.