Montag, 17. Oktober 2016

Rheinsteig 2016 Wiesbaden - Koblenz 2.Etappe



06.05.2016

Rheinsteig
Schlangenbad - Hallgarten
Länge: 18 km
Wanderzeit:  7,5 Stunden


Nachdem wir am Vorabend das erste Mal „große Wäsche“ gemacht hatten und einen angenehmen Abend in Schlangenbad und dem Hotel verlebt haben, geht es nun auf die zweite Etappe. Auf guten Wegen durchqueren wir weiterhin schattige Wälder, unterbrochen von großen Viehweiden. Wir treffen auf eine große Schafherde, hauptsächlich bestehend aus Müttern mit ihren Lämmern und einem in tausenden Tonlagen erklingenden „Gemähe“.                                                                    Doch dann passiert es!
Fasziniert von dem Getier passe ich nicht auf und stolpere über den berühmten spitzen Stein! Ich strauchele, versuche das Gleichgewicht zu halten, aber der Rucksack schiebt unerbittlich nach vorn. Die Kamera fliegt im hohen Bogen durch die Luft und ich auf die Fresse!! Ich fange den Sturz mit den Händen und dem linken Knie ab. Anschließend sind die Handflächen offen und das Knie ist blau. Heike reinigt die Wunden und verpflastert diese, die Kamera ist unbeschädigt, doch sorgen macht mir das Knie. Es tut zwar nicht weh, aber wenn sich hier ein Bluterguss unter der Kniescheibe bildet, ist die Rheintour schon am zweiten Tag vorbei. Wir laufen weiter und in Kiedrich sehen wir das Gewerkschaftshaus, in dem Heike mit ihrer Familie vor Jahrzehnten Urlaub gemacht hat. Etwas später machen wir Rast auf Burg Schafenstein, von der eigentlich nur noch der restaurierte Turm steht, in dessen Schatten ein netter Grill- und Picknickplatz angelegt wurde. Es ist bereits nach Mittag, als wir an diesem Tag das erste Mal den Rhein in weiter Ferne entdecken. Den schönen schattigen Wald mussten wir vor einiger Zeit verlassen und haben nun in praller Sonne einige heftige Steigungen zu meistern. Doch Kloster Ebersbach ist nicht mehr weit und wir beschließen uns dort mit kühlen Getränken zu belohnen. Als wir es schaffen einen Platz der voll besetzten Klosterschänke zu ergattern, wussten wir noch nicht, dass das die zwei teuersten Fanta unseres Lebens werden sollten! Knappe 10,- Euro!!!! Der Rest der Etappe plätschert so dahin und wir erreichen ziemlich durchgeschwitzt das Gästehaus auf dem Weingut Mack. Alles neu, alles super und in der Minibar kostet die 0,7 Liter Flasche Wein nur 5,- Euro, Heike ist begeistert. Ich bin begeistert, weil mein Knie nicht mehr blau ist, das laufen hat wohl geholfen. Allerdings kann ich meine Daumen nur noch unter Schmerzen bewegen und habe in ihnen keine Kraft mehr.  Dieses Handicap sollte mich über Monate begleiten. Einziger Nachteil an der Unterkunft, es gibt nur Frühstück. Um heute Abend noch etwas zu Essen zu bekommen, müssen wir noch 3 km in den Ort laufen. Aber egal wir haben Hunger! 








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