Aber ich finde es deshlab gerade wichtig, sich im Vorfeld hierzu ein paar Gedanken zu machen, um auf diese Ausnahmesituation vorbereitet zu sein!
Am einfachsten ist es natürlich das Smartphone zu zücken und den europäischen Notruf 112 zu wählen. Doch ausgerechnet dann ist der Akku leer, das Mobiltelefon beim Sturz beschädigt oder gar verloren gegangen!
Daher sollte man sich vorher mit Alternativen beschäftigt haben.
Das alpine Notsignal besteht aus einem optischen und/oder akustischen Signal beliebiger Art.
Soll heißen durch Taschenlampe, Spiegel, winken mit Jacke am Stock, Pfeifsignale (Notfallpfeife) oder klopfen mit dem Topf des Essgeschirrs auf Stein oder Holz. Und wenn man in Ruhe darüber nachdenken kann, fallen einem bestimmt noch andere Möglichkeiten ein.
Das Signal wird sechs Mal innerhalb einer Minute abgesetzt. Es soll nach einer Minute Pause in gleicher Folge wiederholt werden, solange Aussicht besteht, von anderen Wanderen, Bergsteigen, von Berghütten oder im Tal bemerkt zu werden.
Die Antwort auf ein solches Signal wird mit drei Zeichen pro Minute gegeben und ebenfalls nach einer Minute Pause wiederholt. Dadurch kann dem Alarmierenden bestätigt werden, dass sein Notsignal empfangen worden ist.
Notfallsignal
|
||||
1.Min
|
2.Min
|
3.Min
|
usw.
|
|
Notsignal
|
6 x Signal
|
Pause
|
6 x Signal
|
usw.
|
Antwort
|
3 x Signal
|
Pause
|
3 x Signal
|
usw.
|
Auch wenn es sich hier um das "alpine Notsignal" handelt, kann ich es im Flachland ebenso wie Mittelgebirge einsetzen, um auf mich aufmerksam zu machen.
Wir selbst haben die FENIX NW 20 Notfallpfeife im Gepäck. Diese Pfeife macht 120 dB (auch ohne sich die Lunge aus dem Leib zu pusten), hat keine beweglichen Teile, besteht aus Edelstahl und ist sehr stabil. Wir haben uns für eine Pfeife entschieden, weil man diese vielleicht auch mal gegen eine zu aufdringliche Kuh einsetzen kann. Gebraucht haben wir sie zum Glück noch nie!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen