Freitag, 10. Februar 2017

Sauerland - Rund um Hirschberg



06.02.2017


 Hirschberg Sauerland


Weg: Rund um Hirschberg 
Länge:  17,5 Km
Wanderzeit: 05:32 Stunden
Höhenmeter: 478 Meter



Wir liegen noch im Bett und hören vor unserem Fenster das unverkennbare Geräusch eines Eiskratzers. Es ist kalt, es hat gefroren, es sind minus vier Grad, von oben trocken, also Wanderwetter! Wir wollen heute in einem großzügigen Kreis unseren Urlaubsort umrunden. Aber was zieht man an? Lange Unterhose klar, langes Funktionshemd? Weiß nicht, vielleicht doch eher das kurzärmelige. Nur die Fließweste oder die langärmelige gesteppte Unterziehjacke? Was ist richtig? Also erst mal warm anziehen und was „luftigeres“ in den Rucksack. Ist sowieso falsch! Da der Ort den ganzen Kopf des Berges einnimmt geht es erst bergab und das ziemlich steil. Der asphaltierte Weg ist überfroren und nach dem ersten Rutscher weichen wir auf den Randstreifen aus, viel sicherer. Es dauert nicht  lange und die erste Steigung liegt vor uns. Und, na klar! Viel zu warm angezogen. Oben angekommen fühle ich mich wie im Dampfgarer. Die Unterziehjacke muss weg und gegen die Weste getauscht werden. Jetzt ist es besser! Wir laufen auf meist unbefestigten Feldwegen und haben einen wunderbaren Blick auf die gesamte Umgebung. Wir passieren ein Sägewerk und können beobachten, wie aus ganzen Baumstämmen verschieden große Balken gesägt und über ein langes Förderband der Größe nach sortiert werden. So etwas haben wir noch nie gesehen. Bald darauf kommen wir an einer Schäferei vorbei, wo an die hundert Schafe den Winter in einer offenen Stallanlage verbringen. Auch so viele Schafe auf einen Haufen haben wir noch nie gesehen. Dann geht es in den Wald, auf nur noch schmalen Pfaden, durch dichten Baumbestand. Das Ganze hat irgendwie etwas Mystisches, entspannend Beruhigendes. Ganz anders wie die Schlammschlacht auf den aufgerissenen Wirtschaftswegen, die wir gestern geschlagen haben. Da uns der Weg, wie am gestrigen Tag,  wieder durch den Wildtierpark führt, wollen wir heute die Luchse besuchen. Gestern haben wir schon Wildschweine, Waschbären und Rothirsche bestaunt und mit den Luchsen soll es uns heute nicht anders gehen. Hier leben fünf Tiere und, da gerade Fütterungszeit war, sind auch alle zu sehen. Es ist faszinierend diese großen einheimischen Katzen zu beobachten. Die letzten Kilometer folgen wir wieder der Sauerland Waldroute und kommen nach einem wunderschönen Tag wieder in unserem Hotel an.



 













 




  









 


















Sauerland - Arnsbergerwald und Bilsteinhöhle



05.02.2017

Hirschberg Sauerland


Arnsberger Wald und Bilsteinhöhle 
Länge:  11,7 Km
Wanderzeit: 04:47 Stunden
Höhenmeter: 429 Meter



Sauerland Anfang Februar, unsere erste Tour in diesem Jahr. Letzte Woche hat noch Schnee gelegen! Doch davon ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Wir starten im kleinen Ort Hirschberg, nahe Warstein und laufen Richtung Bilsteinhöhle. Lange Zeit folgen wir der Sauerland Waldroute, ein 240 km langer Fernwanderweg. Der Weg ist mal breit und gut ausgebaut, mal schmal und unbefestigt, aber es tut gut wieder mit dem Rucksack draußen zu sein.  Kurz vor der Höhle durchqueren wir einen Wildpark, allerdings ist außer leeren Gehegen nichts zu sehen. Doch dann, quasi aus dem Nichts, kommt eine ganze Rotte Wildschweine auf uns zu gerannt. Wohl voller Erwartung von uns gefüttert zu werden. Doch außer ein paar Fotoaufnahmen haben wir nichts zu bieten und lassen kurz darauf die enttäuschten Schweine hinter uns. An der Tropfsteinhöhle angekommen, beschließen wir eine Besichtigung auf einen der angesagten Regentage zu verschieben. Nicht zuletzt, weil sich gerade die Sonne durch die Wolken gekämpft hat. Wir folgen unserer Route und schon bald scheint der Weg sich zwischen den Bäumen zu verlieren. Man muss schon genau hinschauen, um den schmalen Pfad überhaupt noch auf dem Blätter bedeckten Waldboden zu finden. Aber ein Blick auf das GPS sagt: Wir sind voll drauf! Doch es kommt noch besser. Bald folgen wir Wegen, die durch die Erntemaschinen vollkommen aufgerissen, mit Schmelz- und Regenwasser gefüllt und verschlammt sind. Und so geht es Kilometer um Kilometer rauf und wieder runter. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, ist es Mittag geworden, wir entscheiden uns zu rasten. Unten herum sehen wir inzwischen aus wie die Schweine, aber es macht immer noch Spaß! Was uns allerdings weniger Spaß bereitet, ist die wilde Müllhalde direkt neben dem Weg. Mehrere Koffer, Vogelkäfige und sonstiger Müll! Wie arm sind  eigentlich einige Leute, dass sie meinen, es wäre billiger mit dem Auto tief in den Wald zu fahren und ihren Dreck dort zu entsorgen. Es ist sicher bequemer und billiger den Müll auf der Deponie los zu werden. Und vor allem hätte unsere Umwelt und somit letztendlich auch die „alte Drecksau“ viel dadurch gewonnen. Auf dem nun befestigten Weg geht es wieder flotter voran, wir passieren einen Platz auf dem, gem. einer Tafel, „demnächst“ Holzkohlemeiler aufgeschichtet werden. Kurz vor Erreichen unseres Hotels folgt noch eine letzte Herausforderung. Ein ansteigendes Wegstück das über ca. 30 Meter total vereist vom Winter zurück gelassen worden ist. Am äußersten Rand des Weges, in die Büsche gepresst, meistern wir auch dieses noch und kommen kurz darauf wieder in Hirschberg an. Wir sind zwar dreckig, aber zufrieden!