05.02.2017
Hirschberg Sauerland
Arnsberger Wald und Bilsteinhöhle
Länge: 11,7 Km
Wanderzeit:
04:47 Stunden
Höhenmeter:
429 Meter
Sauerland
Anfang Februar, unsere erste Tour in diesem Jahr. Letzte Woche hat noch Schnee
gelegen! Doch davon ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Wir starten im kleinen
Ort Hirschberg, nahe Warstein und laufen Richtung Bilsteinhöhle. Lange Zeit
folgen wir der Sauerland Waldroute, ein 240 km langer Fernwanderweg. Der Weg
ist mal breit und gut ausgebaut, mal schmal und unbefestigt, aber es tut gut
wieder mit dem Rucksack draußen zu sein.
Kurz vor der Höhle durchqueren wir einen Wildpark, allerdings ist außer
leeren Gehegen nichts zu sehen. Doch dann, quasi aus dem Nichts, kommt eine
ganze Rotte Wildschweine auf uns zu gerannt. Wohl voller Erwartung von uns
gefüttert zu werden. Doch außer ein paar Fotoaufnahmen haben wir nichts zu
bieten und lassen kurz darauf die enttäuschten Schweine hinter uns. An der
Tropfsteinhöhle angekommen, beschließen wir eine Besichtigung auf einen der
angesagten Regentage zu verschieben. Nicht zuletzt, weil sich gerade die Sonne
durch die Wolken gekämpft hat. Wir folgen unserer Route und schon bald scheint
der Weg sich zwischen den Bäumen zu verlieren. Man muss schon genau hinschauen,
um den schmalen Pfad überhaupt noch auf dem Blätter bedeckten Waldboden zu
finden. Aber ein Blick auf das GPS sagt: Wir sind voll drauf! Doch es kommt noch
besser. Bald folgen wir Wegen, die durch die Erntemaschinen vollkommen
aufgerissen, mit Schmelz- und Regenwasser gefüllt und verschlammt sind. Und so
geht es Kilometer um Kilometer rauf und wieder runter. Als wir wieder festen
Boden unter den Füßen haben, ist es Mittag geworden, wir entscheiden uns zu
rasten. Unten herum sehen wir inzwischen aus wie die Schweine, aber es macht
immer noch Spaß! Was uns allerdings weniger Spaß bereitet, ist die wilde
Müllhalde direkt neben dem Weg. Mehrere Koffer, Vogelkäfige und sonstiger Müll!
Wie arm sind eigentlich einige Leute,
dass sie meinen, es wäre billiger mit dem Auto tief in den Wald zu fahren und
ihren Dreck dort zu entsorgen. Es ist sicher bequemer und billiger den Müll auf
der Deponie los zu werden. Und vor allem hätte unsere Umwelt und somit
letztendlich auch die „alte Drecksau“ viel dadurch gewonnen. Auf dem nun
befestigten Weg geht es wieder flotter voran, wir passieren einen Platz auf
dem, gem. einer Tafel, „demnächst“ Holzkohlemeiler aufgeschichtet werden. Kurz
vor Erreichen unseres Hotels folgt noch eine letzte Herausforderung. Ein
ansteigendes Wegstück das über ca. 30 Meter total vereist vom Winter zurück
gelassen worden ist. Am äußersten Rand des Weges, in die Büsche gepresst,
meistern wir auch dieses noch und kommen kurz darauf wieder in Hirschberg an.
Wir sind zwar dreckig, aber zufrieden!


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