Donnerstag, 26. April 2018

Eggeweg - Etappe 2

13.04.2018

Etappe: Bad Driburg -  Kleinenbergen

Länge: 27,7 km
Wanderzeit: 08:38 Stunden
Höhenmeter: ↥ 561 Meter ↧ 456 Meter


👆 GPX Download zum Nachwandern (geplanter Track)

In der Nacht wurde ich durch ein heftiges Gewitter geweckt, doch als am Morgen von Regen keine Spur mehr war, war der Vorfall auch schon vergessen. Doch sollte sich dieses Gewitter auf  den Verlauf der zweiten Etappe noch immens auswirken!
Nach einem guten Frühstück starten wir an unserre Pension in Bad Driburg und statten der Ruine der Iburg einen Besuch ab, bevor wir wieder auf dem Eggeweg gelangen. Hier soll die Irminsul gestanden haben, eine steinerne Säule und Heiligtum der Sachsen , welche durch Karl dem Großen im achten Jahrhundert zerstört wurde. 
Der Himmel ist immer noch mit dicken Wolken verhangen und es fallen immer wieder Tropfen auf uns herunter. Bis zum Mittag geht es über die Waldautobahn, breite Forstwege, zügig voran. Bei einer eingelegten Pause überholt uns nun endgültig ein anderes Wandererpaar, dem wir am Vormittag schon öfter begegnet sind.
Der Weg führt nun ein ganzen Stück entlang einer Landstraße, doch für uns Wanderer wurde eigens ein Pfad etwas abseits der Straße angelegt. Eine sehr vorbildliche Maßnahme!
Leider beginnt es nun richtig zu regenen und wir beschließen unsere Schirme aufzuspannen. Nach überqueren der Landstraße biegen wir in einen Wirtschaftweg ein und stellen schon bald fest, dass der Weg in einem sehr schlechtes Zustand ist. Zerfahren durch das schwere Arbeitsgerät mit dem die Unmengen der umgestürtzten Bäume nach Frederieke beseitig werden. Noch dazu gefüllt mit dem vielen Regenwasser der letzten Nacht. Doch damit nicht genug! Immer öfter versperren umgestürzte Bäume den Weg. Oft ist ein weiterkommen nur noch durch weiträumiges Umgehen möglich. Es ist einfach unglaublich wieviele Bäume der Sturm gefällt hat! So gegen 15:00 Uhr erreichen wir eine Stelle an der Bäume liegen soweit das Auge reicht, hier ist kein Weiterkommen! Wir beschließen nach Willebadessen auszuweichen und von dort mit dem Bus oder Taxi nach Kleinenbergen zu fahren. Als wir nach ein paar Kilometern auf die Landstraße nach Kleinenbergen treffen, planen wir um und folgen der Straße. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich, es gibt keinen Seitenstreifen und die Sicht ist durch unsere Schirme eingeschränkt. Bei jedem Auto bleiben wir stehen, gehen zur Seite und laufen dann weiter. Aber schon bald findet meine Navigatorin einen Weg im Wald der nahezu parallel zur Straße verläuft. Aber auch hier versperren immer wieder Bäume den Weg. Doch irgendwann gibt uns der Wald frei und wir können über Feldwege unserem Ziel entgegen laufen. Als wir im Gasthaus ankommen, sind Schuhe und Hosen bis zum Knie schlammverschmiert und nass. Matt, unser sehr freundlicher kanadische Gastwirt, bietet uns sofort an die Schuhe zum trocknen in den Heizungskeller zu stellen und umsorgt uns wirklich fürsorglich. Im Gespräch mit seiner Frau stellt sich heraus, das viele der Bäume erst im Gewittersturm der letzten Nacht gefallen sind.




       

  

  


                

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