Donnerstag, 22. November 2018

Mallorca Tour 1


21.10.2018

Etappe: Vom Kloster Lluc um den Puig Roi


Länge: 22,3 km
Wanderzeit: 09:20 Stunden
Höhenmeter: 574 Meter  581 Meter  


👆 GPX zum Nachwandern

Wir stehen auf dem Parkplatz des Kloster Lluc, es ist kurz vor neun und unsere Blicke schweifen über die umliegenden Berge. Gleich soll unsere erste Tour, das erste Abenteuer auf der Insel beginnen. Aber eigentlich ist es nur ein weiteres Abenteuer, das ich seit unserem Aufbruch gestern Morgen erlebe.
Es ist weit mehr als zehn Jahre her, das ich das letzte Mal geflogen bin und schon gar nicht zivil, da hat sich einiges geändert. Dann Leihwagenübernahme und die Fahrt von Palma in den Nordwesten zu unserer Finca, der Bezug des Hauses und der anschließende Wocheneinkauf für sechs Personen im Supermarkt. Wir sechs, sind im übrigen meine Frau Heike und zwei befreundete, ebenso wander-begeisterte Paare.
Jetzt geht es also los! Nach einigen hundert Metern entlang des Klosters, führt uns ein Wanderweg über die ersten Anhöhen. Wenig später werden die Wege breiter und wir durchqueren auf den nächsten Kilometern eine riesige Olivenplantage. Immer wieder passieren wir offene Tore , die Sonntags extra für die Touristen geöffnet werden, damit die Plantage durchwandert werden kann. 
Alle, bis auf eines! Flankiert von einer Mauer mit aufgesetztem Drahtzaun. Überklettern ist hier nicht möglich, aber zum Glück gibt es einen Regenwasserdurchlass. Also Rucksack ab und durch.
Nachdem wir in einiger Entfernung die Finca der Plantagenbesitzer passiert haben, geht es jetzt auf schmalen, aber guten Wegen den Berg hinauf. Irgendjemand aus der Gruppe entdeckt die ersten Geier die über uns kreisen und kurz darauf stolpere ich über die Reste einer ihrer früheren Mahlzeit. 
Mallorca ist die einzige Insel im Mittelmeerraum, auf der noch Mönchsgeier in freier Wildbahn leben.
Nach weiteren Kilometern im und um den Berg erreichen wir die Küstenlinie und können von hier oben noch kurz den ersten atemberaubenden Blick auf das Meer erhaschen. Dann sind wir auf einmal in dicke Wolken eingehüllt. Doch so schnell wie der Spuk begonnen hat, ist er auch wieder vorbei. 
Die Sicht auf das Meer ist von nun an ungetrübt, der Weg wird allerdings zur "Tortur".
Der Pfad zieht sich entlang der Bergflanke durch Mannhohes "Pampasgras", welches den Weg überwuchert und die darunter liegenden Felsen und Wurzeln versteckt. Man muss mit seinen Trekkingstöcken bei jedem Schritt das Gras zur Seite schieben, um zu sehen wo man hintritt. Dann kommen auch noch die fiesen Rosmarinbüsche und anderes trockenes Gebüsch dazu, das begierig versucht die blanken Beine zu zerkratzen. Erschwerend kommt hinzu, dass es hier keine Premiumbeschilderung gibt. Der Weg wird durch Steinhäufchen gekennzeichnet, welche nicht immer leicht zu entdecken sind und  daher die ein oder andere Wegvariante erklettert werden muss.
Aber auch diese Passage ist irgendwann durchgestanden und es geht wieder auf die Plantage. 
Beschattet durch die oft skurrile Formen annehmenden Olivenbäume, schrauben wir uns in Serpentinen den Berg zum Kloster Lluc nach oben. 
Im Restaurantbereich lassen wir uns erschöpft in die Stühle fallen und genießen die gekühlten Getränke.

         

          

         

          

         

         

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