07.05.2017
Etappe: Syke - Wildeshausen
Länge: 33,2 Km
Wanderzeit: 07:11 Stunden
Höhenmeter:
240 Meter
Nach einer
entspannten Nacht und einem sehr guten Frühstück mit zuvorkommender Bedienung
durch die Chefin der Pension, geht es weiter Richtung Wildeshausen. Das wird
heute die bislang längste Tour für uns werden. Wir durchqueren eine
Wohnsiedlung und dann liegt Syke hinter uns. Auf geschotterten oder
naturbelassenen Wegen geht es durch Feld und Wald Harpstedt entgegen. Vor
Riestedt passieren wir die Gebäude der lange aufgegebenen Feuerteitstellung
einer NIKE Flugabwehrraketenbatterie. Da werden Erinnerungen an die Anfänge
meiner Bundeswehrkarriere wach. Oberhalb von Riestedt machen wir auf einem
schön angelegten Rastplatz eine Pause und genießen die Sonnenstrahlen, die sich
langsam ihren Weg durch die Wolken suchen. Kurze Zeit später wissen wir auch wo
der Weihnachtsmann seine Sommerzeit verbringt. Hier wird nämlich extra auf
Verkehrsschildern vor dem Kreuzen seines Schlittens gewarnt. Weiter geht es
durch duftende Rapsfelder, über große Holzbrücken die kleine Flüsse überspannen
und immer wieder durch den Wald. Heute ist der Weg wesentlich angenehmer zu
laufen, als gestern durch den „Speckgürtel“ von Bremen. In Harpstedt passieren
wir die Kirche, neben deren Turm drei riesige Glocken zu bewundern sind. Bei
der nächsten Rast beschließen wir auf Sommer umzustellen. Es ist so warm
geworden, dass wir die Hosen abzippen
und im T-Shirt laufen. Bei 28 km fängt die Strecke sich an zu ziehen und
wir brauchen dringend eine Bank. Das einzige Problem, es kommt keine! Und dann,
die erste Bank nach Kilometern… ist besetzt!! Aber das sollte unser Glück sein.
Ein Ehepaar in unserem Alter ist mit dem Rad hier und macht ein Kaffee
Picknick. Wir bitten sie uns dazu setzen zu dürfen und kommen in ein angenehmes
Gespräch. Zum Schluss wird uns noch selbst gebackener Rhabarberkuchen und
Kaffee angeboten. Es stimmt also doch!
„The trail provides“
Gestärkt und neu
motiviert gehen wir die letzten Kilometer an. Die Beine fangen an schwer zu
werden und das ein oder andere Zipperlein stellt sich ein. Wir durchqueren ein
nobles Wohngebiet, zwei Porsche 911 in der Garage und der Cayenne kommt gerade
vorgefahren. Eine viertel Stunde und zwei gekraulte Katzen später, ist unser
Hotel erreicht. Wir sind echt am Ende! An der Rezeption wartet noch der letzte
Schrecken auf Heike. Unser Zimmer ist im zweiten Stock und es gibt keinen
Fahrstuhl!!!!!!!



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