09.05.2017
Etappe: Visbeck - Vechta
Länge: 21,3 Km
Wanderzeit: 05:15 Stunden
Höhenmeter:
91 Meter
Der Blick auf die Wetter App am Morgen erschreckt uns etwas. Es
sollen – 1 Grad Celsius sein. Ich schaue aus dem Fenster, der Himmel ist
wolkenlos und blau, ein überfrorenes Auto fährt vorbei… da hat die App wohl
recht. Wir beschließen frühstücken zu gehen und zur Not eben alles anzuziehen
was wir dabei haben. Doch dazu kommt es nicht. Nach dem Frühstück wagen wir
einen Schritt vor die Tür und stellen fest das die Sonne schon gute Arbeit
geleistet hat. So machen wir uns im gewohnten Outfit auf den Weg und verlassen
Visbeck. Wir kommen an einigen großen Gehöften vorbei, wo riesige
Rhododendronhecken dominieren und in einem Gehege sogar Pfauen gehalten werden.
Genauso dominant und zahlreich sind die Jesuskreuze, die oft sehr kunstvoll in
Szene gesetzt sind.
Der Landkreis Vechta ist eben doch sehr katholisch. Es geht über eine
zunächst asphaltierte Straße mit geschotterten Seitenrändern, die dann später
in eine reine Schotterpiste übergeht. Diese Straße ist leider sehr stark befahren
und dank des trockenen Wetters und der wenig vorhandenen Rücksicht der
Autofahrer, haben wir reichlich Staub zu fressen! Da lohnt das Duschen heute
wenigstens. Trotz all dem wird unsere Aufmerksamkeit gen Himmel gezogen. Das
stätige Getöse eines Jets hat uns neugierig gemacht. Wir sind sehr erstaunt und
beeindruckt, als wir sehen das ein Kamerad der Luftwaffe mit dem Kondensstreifen
seiner Maschine ein Herz an den Himmel gemalt hat. Wenig später macht sich
erneut ein Flugobjekt bemerkbar. Über einem nahen Wald taucht immer wieder ein
roter Doppeldecker auf. Als wir das Wäldchen durchquert haben, laufen wir
direkt auf einen Modellflugplatz zu. Weil hier einige Bänke vorhanden sind
beschließen wir zu rasten und kommen so mit dem Piloten in ein nettes Gespräch.
Da ich selber jahrelang Modellflieger war, gibt es noch einiges zu fachsimpeln
bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Der Ort Lutten liegt schon einige Zeit
hinter uns, als wir Mittag machen. Heike will der Ursache des Scheuerns ihrer
Hose auf den Grund gehen und stellt erschrocken fest, dass die Hosennaht an der
Außenseite ihres Oberschenkels die Haut blutig gescheuert hat. Kurzerhand zieht
sie eine kurze Radlerhose drunter und
das Problem ist erst einmal behoben. Schon bald kommen wir in die Vororte von
Vechta, durchqueren den schönen Stadtwald und kommen in der Nähe der JVA in die
Stadt. Noch ein paar hundert Meter bis zum Etappenziel und schon sind wieder
vier wunderbare Wandertage vorbei.


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