Freitag, 12. Mai 2017

Jacobsweg - Visbeck - Vechta



09.05.2017

Etappe: Visbeck - Vechta

Länge:  21,3 Km

Wanderzeit:  05:15 Stunden

Höhenmeter: 91 Meter



Der Blick auf die Wetter App am Morgen erschreckt uns etwas. Es sollen – 1 Grad Celsius sein. Ich schaue aus dem Fenster, der Himmel ist wolkenlos und blau, ein überfrorenes Auto fährt vorbei… da hat die App wohl recht. Wir beschließen frühstücken zu gehen und zur Not eben alles anzuziehen was wir dabei haben. Doch dazu kommt es nicht. Nach dem Frühstück wagen wir einen Schritt vor die Tür und stellen fest das die Sonne schon gute Arbeit geleistet hat. So machen wir uns im gewohnten Outfit auf den Weg und verlassen Visbeck. Wir kommen an einigen großen Gehöften vorbei, wo riesige Rhododendronhecken dominieren und in einem Gehege sogar Pfauen gehalten werden. Genauso dominant und zahlreich sind die Jesuskreuze, die oft sehr kunstvoll in Szene gesetzt sind.

Der Landkreis Vechta ist eben doch sehr katholisch. Es geht über eine zunächst asphaltierte Straße mit geschotterten Seitenrändern, die dann später in eine reine Schotterpiste übergeht. Diese Straße ist leider sehr stark befahren und dank des trockenen Wetters und der wenig vorhandenen Rücksicht der Autofahrer, haben wir reichlich Staub zu fressen! Da lohnt das Duschen heute wenigstens. Trotz all dem wird unsere Aufmerksamkeit gen Himmel gezogen. Das stätige Getöse eines Jets hat uns neugierig gemacht. Wir sind sehr erstaunt und beeindruckt, als wir sehen das ein Kamerad der Luftwaffe mit dem Kondensstreifen seiner Maschine ein Herz an den Himmel gemalt hat. Wenig später macht sich erneut ein Flugobjekt bemerkbar. Über einem nahen Wald taucht immer wieder ein roter Doppeldecker auf. Als wir das Wäldchen durchquert haben, laufen wir direkt auf einen Modellflugplatz zu. Weil hier einige Bänke vorhanden sind beschließen wir zu rasten und kommen so mit dem Piloten in ein nettes Gespräch. Da ich selber jahrelang Modellflieger war, gibt es noch einiges zu fachsimpeln bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Der Ort Lutten liegt schon einige Zeit hinter uns, als wir Mittag machen. Heike will der Ursache des Scheuerns ihrer Hose auf den Grund gehen und stellt erschrocken fest, dass die Hosennaht an der Außenseite ihres Oberschenkels die Haut blutig gescheuert hat. Kurzerhand zieht sie eine kurze Radlerhose  drunter und das Problem ist erst einmal behoben. Schon bald kommen wir in die Vororte von Vechta, durchqueren den schönen Stadtwald und kommen in der Nähe der JVA in die Stadt. Noch ein paar hundert Meter bis zum Etappenziel und schon sind wieder vier wunderbare Wandertage vorbei.

 












 




  






 











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